Thema Barrierefreiheit: Beirat für Menschen mit Behinderungen besucht die Ernst-Paasch-Halle
Der Pinneberger Beirat für Menschen mit Behinderungen hat sich jüngst mit zwei Architektinnen des Büros Butzlaff Tewes in der Ernst-Paasch-Halle getroffen, um vor Ort über den Umbau des Gebäudes zu einem modernen Kulturzentrum zu sprechen. Ziel des Treffens war, den Mitgliedern des Beirats die geplanten Maßnahmen in Sachen Barrierefreiheit zu erläutern und ihnen die Möglichkeit zu geben, eigene Ideen und Wünsche zu äußern.
Die Architektinnen präsentierten den aktuellen Stand der Planungen und zeigten auf, wie die Ernst-Paasch-Halle den Bedürfnissen aller Bürgerinnen und Bürger gerecht werden kann. Besonderes Augenmerk wurde dabei auf einen barrierefreien Zugang gelegt. Da der Haupteingang aus Platzmangel nicht barrierefrei umgestaltet werden kann, wird künftig der Nebeneingang an der Nordseite als barrierefreier Zugang genutzt werden. Bei der Besichtigung der Baustelle stellte sich heraus, dass ein Leitsystem aufgrund der klar strukturierten Räumlichkeiten nicht zwingend erforderlich ist. Jedoch wurde der Vorschlag unterbreitet, dass die Türschilder sowohl in Braille als auch mit Reliefschrift versehen werden.
Der Beirat äußerte den Wunsch, am Haupteingang an beiden Seiten ein Treppengeländer anzubringen, damit auch Menschen mit einer leichten Gehbehinderung sicher in die Räumlichkeiten gelangen können. In den Behinderten-WCs wünscht sich der Beirat Haken, damit Menschen ihre Handtaschen und Jacken nicht auf den Boden legen müssen. Die Architektinnen machten daraufhin den Vorschlag, solche Haken gegebenenfalls auch in den regulären Toiletten zu integrieren.
„Es ist uns ein Anliegen, dass die Ernst-Paasch-Halle ein Ort für alle wird. Die Anregungen und Wünsche des Beirats für Menschen mit Behinderungen sind von unschätzbarem Wert, um ein Kulturzentrum zu schaffen, das Inklusion lebt“, betonte Architektin Liesl Vietzen.
Auch die Beiratsvorsitzende Ina Seidel lobte den konstruktiven Dialog. „Es ist toll zu sehen wie viel Engagement aufgebracht wurde, damit alle unsere Beiratsmitglieder gemeinsam die Baustelle besichtigen können“, sagte sie. „Wir sind gespannt, inwieweit die geäußerten Ideen in die finalen Pläne integriert werden können."
Seit Februar wird die Ernst-Paasch-Halle, eine ehemalige Turnhalle, umfangreich modernisiert und saniert. Bei dem historischen und unter Denkmalschutz stehenden Gebäude – errichtet im Jahr 1891 – müssen viele Bereiche von Grund auf erneuert werden. Entstehen wird ein Kulturzentrum im Herzen Pinnebergs, in dem vielfältige Veranstaltungen stattfinden können.