Inhalt

Kita Waldenau: Das ist der aktuelle Stand

Die evangelische Kindertagesstätte in Pinneberg-Waldenau erhält ein neues Gebäude, das sämtliche Anforderungen an eine moderne Kinderbetreuung erfüllt. Die Planungen und Arbeiten dafür schreiten kontinuierlich voran. Ein wichtiger Teil ist der Abriss des Anfang der 1970er-Jahre errichteten Bestandsgebäudes. Während der Übergangszeit werden die Kinder in Mobilbauten direkt auf dem Kita-Gelände am Nieland betreut. Sie sind nach umfangreichen Vorbereitungen – Baugrunderkundungen, Bau der Fundamente, Brandschutzmaßnahmen – pünktlich fertiggestellt worden. Ihre neue Heimat haben die Jungs und Mädchen sowie die Erzieherinnen und Erzieher am 1. September – nach der dreiwöchigen Sommerschließzeit der Kita – erstmals bezogen.

Mit Beginn der Schließzeit am 11. August haben die Abbrucharbeiten für das Bestandsgebäude begonnen. Diese werden nach aktuellem Stand voraussichtlich Anfang Oktober abgeschlossen sein – und damit etwas später als ursprünglich geplant. Bei den Voruntersuchungen hat sich gezeigt, dass die Arbeiten umfangreicher werden als zunächst angenommen und in zwei Abschnitten erfolgen müssen:

1. Brandschutzauflagen: Zunächst musste ein Abstand von mindestens 6 Metern zwischen dem Mobilbau und dem Altbestand hergestellt werden. Dazu wurde der hintere Teil des Bestandsgebäudes abgebrochen – diese Arbeiten wurden während der dreiwöchigen Schließzeit abgeschlossen.

2. Asbestsanierung und Abbruch: Der zweite Sanierungsabschnitt ist anschließend gestartet und wird voraussichtlich drei bis vier Wochen dauern. Im Anschluss erfolgen der kontrollierte Abbruch des restlichen Gebäudes und die abschließenden Aufräumarbeiten.

Bild vergrößern: Kita-Waldenau2 © Stadt Pinneberg
Die Arbeiten zum Abbruch des Bestandsgebäudes sind in vollem Gange.

Mit Blick auf den Asbest, der in einigen Bauteilen im Inneren des Bestandsgebäudes gefunden wurde, betont Kris Heitmann, Geschäftsführer von bauwerk KIRCHLICHE IMMOBILIEN, eine Einrichtung des Ev.-Luth. Kirchenkreises Hamburg-West/Südholstein mit besonderer Bau-Expertise: „Die gesamte Maßnahme wird von einem zertifizierten Fachunternehmen für Asbestsanierung durchgeführt. Deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen dafür, dass der Schadstoff sicher und ohne Beeinträchtigung der Umgebung entsorgt wird und dass alle geltenden Sicherheits- und Gesundheitsvorschriften strikt eingehalten werden. Zusätzlich begleitet bauwerk KIRCHLICHE IMMOBILIEN sämtliche Arbeiten fachlich und sorgt für die Koordination mit den Behörden.“ Heitmann betont: „Die Einhaltung aller Schutzmaßnahmen wird fortlaufend von den zuständigen Behörden, insbesondere der Bauaufsicht des Kreises Pinneberg und dem Fachdienst Umwelt, überprüft.“

Peer Schmidt-Ohm, Geschäftsführer beim Ev.-Luth. Kita-Werk Hamburg-West/Südholstein, sagt: „Wir nehmen die Sorgen von Eltern sehr ernst und können nachvollziehen, dass eine Baustelle in direkter Nähe zur Kita Fragen aufwirft. Die Gesundheit und Sicherheit der Kinder und Mitarbeitenden haben für uns höchste Priorität. Wir stehen in engem Austausch mit allen Beteiligten und informieren weiterhin transparent über den Fortgang der Arbeiten. Schmidt-Ohm betont: „Uns liegt darüber hinaus sehr am Herzen, dass es während der Übergangszeit optimale Betreuungsbedingungen in der Kita Waldenau gibt – und diese bieten die Mobilbauten.“

Das bestätigt auch Kita-Leiterin Nicole Bartels. Sie sagt: „Die neuen und großen Räume bieten sehr gute pädagogische Bedingungen, sie laden zum Spielen und Lachen ein. Gemeinsam mit den Kindern entdecken und gestalten wir eine Wohlfühl-Kita.“

Bild vergrößern: Kita-Waldenau3 © Stadt Pinneberg
Die Mobilbauten, die die Kinder und die Erzieherinnen und Erzieher für die Übergangszeit bezogen haben, bieten alles, was auch ein reguläres Kita-Gebäude bietet.

Die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten – also Kirchenkreis, bauwerk, Kita-Werk, Stadtverwaltung sowie Elternvertreter – betont Pinnebergs Bürgermeister Thomas Voerste. „Wir haben uns seit Sommer vergangenen Jahres mehrfach an einen Tisch gesetzt und über alle wichtigen Themen rund um Abriss, Übergangslösung und Neubau gesprochen. Und das werden wir auch weiterhin tun und dabei stets das Wohl der Kinder und der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an erste Stelle setzen“, verspricht der Verwaltungschef. Und weiter: „Natürlich sind die Eltern aufgrund des festgestellten Asbests besorgt. Das kann ich gut nachvollziehen und ist nur allzu verständlich. Aus diesem Grund haben wir das Thema bei unserem jüngsten Treffen nochmal ausführlich besprochen.“

Lob dafür gibt es von den Elternvertretern der Kita-Waldenau. „Wir empfinden die Zusammenarbeit und Kommunikation als offen, konstruktiv und zielführend. Und das ist auch im Fall der nun aufgetretenen Schadstoffproblematik im Bestandsgebäude so gewesen“, sagen Sonja Peters und Jakob Steffen. Beide betonen: „Es gilt nun, das alte Gebäude sicher und ohne Beeinträchtigung der Kinderbetreuung abzureißen und wir sind sicher, dass das mit den ergriffenen Maßnahmen gelingen wird.“

Elternvertreter, Kita-Leitung und Vertreterinnen und Vertreter des Kita-Werks werden zudem im Rahmen eines Elternabends in dieser Woche über das Thema informieren.

Unterdessen schreiten auch die Planungen für den Neubau stetig voran. Aktuell werden diverse Verträge zwischen dem Kitawerk und der Stadt Pinneberg finalisiert und wird die Vergabe an einen Generalunternehmer vorbereitet.