Rathaus

RATHAUS & POLITIK
20.09.2021    Kategorie: Leben in Pinneberg, Startseite

Verlagerung der Regio Kliniken


Zu den Schließungen der Regio Kliniken nehmen die Bürgervorsteherin Natalina di Racca-Boenigk und die Bürgermeisterin Urte Steinberg wie folgt Stellung:

Die Haltung der Stadt Pinneberg zur Verlagerung der Regio Klinik an einen Standort außerhalb der Stadt ist eindeutig. Die Regio Klinik ist für die Daseinsvorsorge der Pinnebergerinnen und Pinneberger unverzichtbar.

Was macht unsere Stadt aus? Wir leben in einem Mittelzentrum mit guter Verkehrs-Infrastruktur, zuverlässiger Energieversorgung, mit Schulen, Kindergärten, Sportanlagen, gepflegten Naherholungsgebieten und einem regen Kulturleben. Dies alles wird von der Stadt Pinneberg gestellt oder unterstützt.
 
Dabei werden von den politischen Gremien, die die Entscheidungen zur Entwicklung der Stadt tragen, die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger sowie die finanziellen Auswirkungen betrachtet. Wer in Sportanlagen, Kindergärten oder Bibliotheken investiert, investiert in die Zukunft. Diese Investitionen führen zu einer Bereicherung an Menschlichkeit. Firmen, Geschäfte und Arztpraxen haben sich in Pinneberg angesiedelt und tragen zur Daseinsvorsorge und durch Steuereinnahmen zur Finanzierung des Gemeinwesens bei. Die Menschen in Pinneberg leben aus gutem Grund gerne hier.

Ein Krankenhaus vor Ort und in der Kreisstadt gehört ebenfalls zu den Grundpfeilern der Daseinsvorsorge. Gerade bei der bevorzugten Lage der Stadt Pinneberg in der Metropolregion ist der Weggang des Klinikums undenkbar.

Wir brauchen eine Klinik, in der der Mensch im Mittelpunkt steht. Eine Klinik, die leicht und schnell erreichbar ist. Eine Klinik, in der wir umsorgt werden, von der Vorsorge über die Aufnahme bis zur Reha. Eine Klinik, in der unsere Kinder geboren und von ihren Familien begrüßt werden können. Eine Klinik, die – sei es in einem Notfall oder für einen Besuch – schnell erreichbar ist. Eine Klinik muss für Patientinnen und Patienten, Besucherinnen und Besucher sowie für die Belegschaft neben dem Auto auch mit nachhaltigen Verkehrsmitteln, dem öffentlichen Personennahverkehr oder dem Fahrrad erreichbar sein.

Mit einer Schließung des Klinikums in Pinneberg würde sich die klinische Gesundheitsversorgung von den Menschen hier im Süden des Kreises entfernen. Ca. 71% der Einwohner*innen des Kreises Pinneberg wohnen in den südlichen Städten und Gemeinden (wie zum Beispiel Pinneberg, Wedel, Schenefeld, Rellingen, Halstenbek, Quickborn, Appen, Borstel-Hohenraden, Kummerfeld, Prisdorf). Für diese Menschen würde sich die klinische Versorgung bei einem Weggang des Klinikums von Pinneberg in den Norden ganz deutlich verschlechtern. Der Weg nach einem Unfall oder in anderen Notsituationen ins Krankenhaus würde deutlich länger werden. Akutversorgung und Notfallambulanz würden sich verschlechtern. Viele Patienten werden sich dann vermutlich den Hamburger Kliniken zuwenden.

In den letzten 20 Jahren sind immense Investitionen am Klinikum in Pinneberg getätigt worden. Ganze Gebäudeflügel wurden mit öffentlicher Förderung neu errichtet. Zuletzt wurde im August ein neue OP-Trakt für 21 Mio. Euro eröffnet.

Wir haben Sorge um die niedergelassenen Ärzte und Apotheken, Reha-Einrichtungen und Sanitätshäuser, ferner um die beiden Standorte von Visiorad sowie Zulieferer und Dienstleister, die in Pinneberg angesiedelt sind. Die Schließung der Kliniken wird wahrscheinlich gewaltige Auswirkungen auf die lokale Gesundheitsinfrastruktur zur Folge haben.
 
Die Kommunalpolitik, die Verwaltung und die Einwohnerinnen und Einwohner Pinnebergs setzen sich nachdrücklich für den Erhalt des Standortes Pinneberg einsetzen.



Stadt Pinneberg
Bismarckstraße 8
25421 Pinneberg

Tel: 04101 / 211-0
Infopostfach

Störungen Straßenbeleuchtung:
Tel: 04944 / 301 117

Öffnungszeiten Stadtverwaltung
Mo, Di und Do: 8.30-13 Uhr
Di auch 14.30-18 Uhr

Einlass bis auf Weiteres nur nach vorheriger Terminvereinbarung Online oder per Telefon oder E-Mail mit der zuständigen Sachbearbeitung.

Öffnungszeiten Bürgerbüro
Mo 7.30-13 Uhr
Di  8.30-13 Uhr + 14.30-18 Uhr
Mittwoch geschlossen
Do 7.30-13 Uhr + 14.30-17.30 Uhr
Fr  7.30-13 Uhr