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11.06.2018    Kategorie: Leben in Pinneberg, Startseite

Freiwillige Feuerwehr Pinneberg stellt neues Löschgruppenfahrzeug in Dienst

Die Stadt Pinneberg investiert 390.000 € für den Schutz und die Sicherheit der Bürgerrinnen und Bürger


 

Drei Jahre ist es her, seit unter der Leitung von Brandmeister Kai Rowohlt erstmals über die Anschaffung des Fahrzeugtyps Löschfahrzeug LF 20 Logistik nachgedacht wurde. Gemeinsam mit den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Pinneberg Oberbrandmeister Henning Karsten, Brandmeister Ingo Nieber, Brandmeister Hauke Jaacks sowie dem Verwaltungsangestellten Jörg Rose wird der durch die politischen Gremien im Jahr 2003 verabschiedete Fahrzeugersatzbeschaffungsplan umgesetzt. Das Löschgruppenfahrzeug LF 20 Log(istik) ist das letzte, neu zu beschaffende Fahrzeug dieses Auftrages gewesen. Nun gilt es für die Arbeitsgruppe einen neuen, zukunftsorientierten Ersatzbeschaffungsplan zu entwickeln.

Das Löschgruppenfahrzeug LF 20 Log ersetzt das aus dem Jahre 1992 stammende Löschgruppenfahrzeug LF 8. Bei diesem Fahrzeugtyp handelt sich im Prinzip um ein Löschgruppenfahrzeug (LF) und einem Gerätewagen Logistik (GW Log) in einem.

„Über zwei Jahre hat die Beschaffungsphase gedauert. Zeit, die auch absolut notwendig ist, da jedes Feuerwehrfahrzeug individuell gefertigt wird. Damit viele Neuerungen und Innovationen umgesetzt werden können und gleichzeitig aber auch Kosten einzusparen, müssen viele kreative Lösungen gemeinsam mit dem Hersteller erarbeitet und umgesetzt werden", erklärte Brandmeister Kai Rowohlt.

„Das neue Fahrzeug kommt unseren Bürgerinnen und Bürgern zu Gute. Daher bin ich gerne hier, um der Freiwilligen Feuerwehr Pinneberg das Fahrzeug zu übergeben". Die eigentliche Qualität steckt aber in unseren Feuerwehrmännern und -frauen. Dankeschön an Sie für Ihre Arbeit und macht weiter so", lobte Bürgermeisterin Urte Steinberg die Arbeit ihrer Feuerwehrkameraden/innen.

„Ich bedanke mich bei allen Beteiligten für ihren Einsatz und für die gute Zusammenarbeit auf allen Ebenen", sagte Wehrführer Claus Köster. Den obligatorischen Fahrzeugschlüssel reichte er an den verantwortlichen Gerätewart Ingo Nieber weiter.

Mit dem Löschgruppenfahrzeug 20 Logistik gestaltet sich die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr Pinneberg enorm flexibel, da es als Allround-Fahrzeug konzipiert wurde. Durch seine besondere Gestaltung ist es nicht nur allein zur Brandbekämpfung ausgelegt.

Technische Hilfeleistungen im kleineren Umfang, wie etwa bei Sturmeinsätzen oder Hochwasser, sind ebenfalls möglich. Genauso ist es möglich eine Wasserversorgung aus offenen Gewässern aufzubauen. Die dazu nach Norm geforderte Ausrüstung wird in den zwei Geräteräumen, im Heckbereich und im Mannschaftsraum mitgeführt. Ein ausfahrbarer Lichtmast und moderne LED-Lichttechnik sorgen auch an dunklen Einsatzstellen für ausreichende Beleuchtung. Im Ladebereich finden sechs Rollcontainer Platz.

Zur Erhöhung des Einsatzwertes wird dieses Fahrzeug auch als Ausbildungsfahrzeug der Jugendfeuerwehr dienen und kann für logistische Aufgaben der Feuerwehr Pinneberg genutzt werden.

Als Fahrgestell wurde ein Mercedes-Benz Fahrzeug mit 300 PS und Allradantrieb gewählt. Der moderne Motor entspricht dabei der aktuellen Abgasnorm Euro 6 für LKW. Zur Entlastung des Fahrers, gerade bei Fahrten unter Einsatzbedingungen, ist ein Automatikgetriebe verbaut. Erstmals wird auf dem Armaturenbrett ein Farbbildschirm montiert. Er kann für die Navigation genutzt werden, ist aber vor allem für die installierte Rückfahrkamera und zur Überwachung des heckseitigen Laderaums vorgesehen.

Die moderne Mannschaftskabine bietet Platz für eine neunköpfige Löschgruppe. Vier Atemschutzgeräte sind so in die Sitze eingebaut, dass sie ohne Zeitverlust schon auf der Anfahrt zu einer Einsatzstelle angelegt werden können.

Ein 2000 Liter Wassertank und ein Behälter mit 150 Liter Schaummittel sind auf der Ladefläche untergebracht.

Die Feuerlöschpumpe mit einer Förderleistung von 2000l/min ist, anders als bei den anderen Löschfahrzeugen der FF Pinneberg, in der Fahrzeugmitte untergebracht und wird von der Fahrzeugseite bedient. Die Löschtechnik wird durch eine Druckluftschaumlöschanlage – genannt CAFS Anlage – ergänzt.

Die Variante mit dem Pumpeneinbau in der Fahrzeugmitte musste gewählt werden, da sich am Fahrzeugheck ein Laderaum befindet der mit einer hydraulischen Ladebordwand verschlossen wird. Dieser Laderaum ist mit verschiedenen Rollcontainern bestückt. U. a. sind hier Geräte für die Ausbildung der Jugendfeuerwehr verladen, genauso wie Schaummittelbehälter und ein leerer Rollbehälter für verschmutztes Einsatzmaterial, etwa nach einem Feuer. Auch kann über den Heckladeraum direkt aus einem Rollcontainer eine Schlauchleitung bei langsamer Fahrt über längere Strecken verlegt werden. Dazu wird die Ladebordwand geöffnet und der Schlauch gleitet direkt aus dem Rollcontainer auf die Fahrbahn. Dieser Vorgang wird, um Unfälle zu vermeiden, durch einen gesichert stehenden Feuerwehrangehörigen und durch eine Kamera im Laderaum überwacht.

Alles in allem ein modernes Feuerwehrfahrzeug mit dem ein großer Bereich der verschiedenen Einsatzszenarien heute, aber auch in Zukunft abgedeckt werden kann. Gleichzeitig auch eine zeitgemäße Lösung für die Ausbildungsbelange und den logistische Aufgaben der Feuerwehr Pinneberg.

Mit Unterstützung der KUBUS Kommunalberatung und Service GmbH wurde das erforderliche europaweite Ausschreibungsverfahren durchgeführt.

Die Zuschläge ergingen an die Albert Ziegler Feuerschutz GmbH, Büsumer Str. 117, 24768 Rendsburg, welche den Aufbau des Feuerwehrfahrzeugs?auf einem Fahrgestell der Daimler AG, Bornkampsweg 146, 22761 Hamburg, fertigte. Die feuerwehrtechnische Beladung lieferte die C.B König, Feuerschutz GmbH, Industriestr. 21, 25469 Halstenbek.

Insgesamt werden 390.000,- € in das Fahrzeug und somit in die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger investiert.

 



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