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21.06.2018    Kategorie: Startseite, Leben in Pinneberg

Gemeinsame Stellungnahme zur Buslinie 594

Gewerbegebiet Flensburger Straße: Busanbindung soll zukünftig auch über Haderslebener Straße erfolgen


Initiativgruppe Flensburger Straße, c/o Dr. Kerstin Schulenburg, Hardy Tempelmann, Stadtverwaltung Pinneberg, Bürgermeisterin/ Wirtschaftsförderung

Gemeinsame Stellungnahme zur Buslinie 594

Gewerbegebiet Flensburger Straße: Busanbindung soll zukünftig auch über Haderslebener Straße erfolgen

Um das Gewerbegebiet in der Flensburger Straße an den ÖPNV anzubinden, wurde ab Fahrplanwechsel 2016/17 die Buslinie 594 zwischen Bahnhof Pinneberg und Quickborn verschwenkt. Damit wurde dem Wunsch von Eigentümern und Gewerbebetrieben, die sich in einer Initiativgruppe zusammen geschlossen hatten, entsprochen. An den Kosten von 20 Tsd. Euro jährlich hatten sich die Privaten im Jahr 2017 mit 10.000 Euro beteiligt, die Stadt Pinneberg übernahm den zweiten Anteil. Auch die Investitionskosten wurden über eine größere Firmenspende anteilig mitgetragen. Für das Jahr 2018 hatte der Kreis Pinneberg die Mehrkosten übernommen. Konsens zwischen allen Beteiligten war, dass es sich zunächst um eine Pilotphase von zwei Jahren handeln sollte. Im Bereich der Bismarckstraße sind zwischenzeitlich Probleme aufgetaucht, die Veränderungen erfordern.

Positive Fahrgastzahlen
Die Auswertung der Fahrgastdaten aus den Zeiträumen 2017 bis Frühjahr 2018 zeige laut SVG Südwestholstein als ÖPNV-Aufgabenträger, dass eine stabile Nachfrage an den entscheidenden Haltestellen Flensburger Straße (Nord) und Flensburger Straße (Süd) bestehe. Dort wurden montags bis freitags etwa 90 Ein- und Aussteiger gezählt. An Sonnabenden sei die Nachfrage um ein Drittel geringer, so dass sich eine wöchentliche Nachfrage von ca. 480 Ein-/ Aussteigern oder 240 Nutzern ergebe. Die Hochrechnung zu einem Jahreswert führe laut SVG zu ca. 12.500 Nutzern jährlich. Die Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein als von der SBVG beauftragte 594-Betreiberin und die SVG bewerten die bisher vorliegenden Zahlen und Erfahrungen vorläufig so, dass die ÖPNV-Kunden einen spürbaren Nutzen aus dem neuen Linienweg ziehen. Die festgestellte Auslastung stehe einer Zurücknahme des Angebots entgegen.

Straßenbauliche Probleme

Die Trasse verlief bisher im südlichen Teil über Friedenstraße und Bismarckstraße. Vor allem im Bereich Pinnau-Brücke bis Friedrich-Ebert-Straße sind bauliche Probleme aufgetaucht, die ein Handeln der Stadtverwaltung noch in diesem Jahr erforderlich machen. Eine Begegnung von Bus und Müllfahrzeug ist schon zum jetzigen Zeitpunkt kaum möglich. Die Fahrzeuge weichen aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens, morgens auch bedingt durch die An- und Abfahrt sowie das Parken an der Kindertagesstätte, und der schon jetzt nicht ausreichenden Fahrbahnbreite von 5,50-5,60 m, auf die Gehwege aus. Zudem ist die Brücke über die Pinnau in ihrer Tragfähigkeit eingeschränkt. Ein bis zwei Busfahrten je Stunde wurden bisher für gerade noch vertretbar gehalten. Ob die Brücke mittelfristig dieser Belastung standhalten würde, ist offen. Detaillierte Prüfungen der baulichen Situation ergaben, dass aufgrund der aktuellen Verkehrslage punktuelle Einengungen an den Bäumen nicht möglich sind. Die Baumreihen stehen so dicht, dass die Fahrbahn in Teilbereichen auf einer Länge von 25-30 Meter einzuengen wäre. Zum Teil lägen die Einengungen parallel gegenüber. Die Aufstell- bzw. Warteflächen für den gegenläufigen Verkehr, wären dann noch für jeweils 2-3 PKW ausreichend, erhebliche Rückstaus die Folge. Der Bus muss daher auf einer anderen Route fahren; aus der Bismarckstraße soll er zum Fahrplanwechsel 2018/2019 herausgenommen werden.

Trassenführung auch über die Haderslebener Straße
Aus Sicht der Stadtverwaltung und der Initiativgruppe Flensburger Straße wird eine zum kommenden Fahrplanwechsel schon umsetzbare Alternative darin gesehen, den Bus über die Haderslebener und Flensburger Straße in beiden Richtungen zu führen. Diese Route wurde 2014 auch bereits in Erwägung gezogen. Erörtert wurde seinerzeit die Finanzierung der Mehrkosten über eine „PACT“-Maßnahme. Angesichts der damals von der SVG kalkulierten Mehrkosten von 100 Tsd. € war aber kein Konsens darüber zu erzielen, über diese Abgabe die Kosten zu übernehmen. Um die genannte neue Linienführung finanziell zu ermöglichen, haben die Mitglieder der Initiativgruppe ihre Bereitschaft erklärt, sich mit wahrscheinlich 20.000 € p.a. durch Mobilisierung weiterer Unterstützer aus der Flensburger Straße und der Haderslebener Straße langfristig an etwaigen Mehrkosten zu beteiligen.

Der Ausschuss Stadtentwicklung wird in der Sitzung am 3. Juli über die Beschlussvorlage der Verwaltung (Drucksache Nr. 18/107) beraten.


Für die Initiativgruppe erklärte Dr. Kerstin Schulenburg:

„Im Vertrauen auf eine langfristige Lösung haben wir uns als Eigentümer an den Investitionskosten beteiligt und die Betriebskosten im ersten Jahr auf der bisher befahrenen Route mitgetragen. Wenn es jetzt keine Lösung gibt, war dieses Engagement umsonst. Es ist für uns enttäuschend, dass die Weiterfahrt auf der bisherigen Ausfädelung nicht mehr möglich sein soll. Es sind positive Ansätze in der Flensburger Straße erreicht worden, was durch die Fahrgastzahlen belegt wurde. Eine optimale Lösung wäre auch aus unserer Sicht als Wirtschaftsvertreter, dass der Bus über die Friedenstraße die Elmshorner Straße anfahren kann. Wir appellieren an die Kommunalpolitik, die für die Straßenöffnung nötigen Voraussetzungen zu schaffen. Eine Streckenführung über die Haderslebener Straße würde den beiden Gewerbegebieten entlang der Autobahn auch nützen. Wir unterstützen daher den Appell an den Kreistag, die dafür nötigen Mehrkosten zu übernehmen. Von unserer Seite aus stellen wir ein dauerhaftes finanzielles Engagement in Aussicht.“

Bürgermeisterin Urte Steinberg erklärte dazu:

„Alle Beteiligten bemühen sich im Schulterschluss seit Jahren darum, Negativentwicklungen der Flensburger Straße vorzubeugen. Das finanzielle Engagement der örtlichen Betriebe ist vorbildlich und erste positive Entwicklungen wie die Ansiedlung von planungsbetroffenen Betrieben vom ILO-Gelände und die übergangsweise Umnutzung des ehemaligen Straßenverkehrsamtes als Kindertagesstätte, sind hier zu nennen. Die Entwicklungen brauchen aber auch eine nachhaltige Verstärkung und Verstetigung.“

Wirtschaftsförderer Stefan Krappa ergänzte:

„Die Flensburger Straße braucht langfristig die Busanbindung. Das wichtige Gewerbegebiet muss für Kunden, Fachkräfte sowie Auszubildende über den ÖPNV erreichbar sein. Auch die dauerhafte Anbindung an die Innenstadt, die nur 1.500 Meter entfernt liegt, ist wichtig. Es muss jetzt schnell die optimale neue Route ausgearbeitet und die Finanzierung geklärt werden.“

Die Initiativgruppe fasst zusammen:

! Auf den Punkt gebracht !




Was ist das Problem?

Das Gewerbegebiet Pinneberg Ost  (Flensburger-Str. + Haderslebener Straße)

• wird von den Bürgern nicht wahrgenommen
   - Von der Autobahn aus nicht sichtbar

• ist von der eigenen Stadt „abgeschnitten“
   - 30-Zone Haidkamp

• hat von Beginn an keine Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr
   - Für die Neuansiedlung von Firmen ein Nachteil.

Problem für die Stadt:
Leerstand im Gewerbegebiet vorprogrammiert und damit weniger Steuereinnahmen

Lösung:
In Eigeninitiative haben sich Unternehmen zusammengeschlossen und die Situation durch eigene finanzielle Mittel verbessert.



Kontakt:

Initiativgruppe Flensburger Straße, c/o Hardy Tempelmann, Dr. Kerstin Schulenburg
Hardy Tempelmann, Tel. 04101-76078
Dr. Kerstin Schulenburg, Tel. 0151-24164091

Stadtverwaltung Pinneberg, Bürgermeisterin/Wirtschaftsförderung
Stefan Krappa, Tel. 04101-211 120



Stadt Pinneberg
Bismarckstraße 8
25421 Pinneberg

Tel: 04101/211-0
Kontaktmail

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