Geschichte

STADT & GESCHICHTE
11.05.2020    Kategorie: Startseite, Stadt und Geschichte

Abgrabungsfläche an der Pinnau im Bereich des Marktplatzes


Im Bereich des Marktplatzes Pinneberg wurde an der Pinnau eine ca. 55 m lange und 15 m breite Überschwemmungsfläche mit abwechselnden Uferneigungen naturnah hergestellt. Dafür wurde der befestigte Uferbereich entfernt und das Ufer auf Höhe des mittleren Tidehochwassers abgegraben. Insgesamt entstehen hierdurch ca. 650 qbm Stauraum, die bei Hochwasser zusätzlich zur Verfügung stehen.

Die Abgrabung zum Stauraumausgleich ist ein Projekt im Rahmen der Innenstadtsanierung. Der hier neu geschaffene Stauraum gleicht Stauraumverluste durch Bebauungen im Innenstadtbereich aus. Grundlage dafür sind die Festsetzungen im Bebauungsplan 136 – Innenstadt.

Für die Ufersicherung sorgen jetzt Röhrichtwalzen, die zusammen mit den randlich gepflanzten Flatterulmen einen ursprünglichen, periodisch überschwemmten Auenstandort vermitteln. Die Pinnau, die zusammen mit ihren Uferbereichen ein europäisches Schutzgebiet ist, erhält hiermit sogleich eine Aufwertung des Lebensraumes für Pflanzen und Tiere.

Begonnen wurde die Maßnahme Mitte Februar, die hohen Wasserstände bis 2,40 mNHN im Februar und März sorgten allerdings gleich für einen Baustopp. Im April konnten die Bodenarbeiten dann abgeschlossen werden. Wegen der bekannten Altablagerungen auf dem Marktplatz wurden die Abgrabungen durchgehend bodengutachterlich begleitet, Bodenproben entnommen und laboranalytisch untersucht. Der Boden musste bis zum Vorliegen der Laborergebnisse auf dem Marktplatz zwischengelagert werden bis dieser, entsprechend der jeweiligen Einbauklassen, entsorgt werden konnte. Der Marktplatz wurde daher während der Bauzeit großflächig abgesperrt.

Zum Schutz wird die Abgrabungsfläche mit einem Stahlgitterzaun eingefriedet. Neue Lampen und Stromkästen für den Marktbetrieb und Veranstaltungen sorgen weiterhin für einen reibungslosen Betrieb.

Die Baukosten betragen ca. 240.000 €. Davon werden 2/3 durch Städtebauförderungsmittel von Bund und Land finanziert.

“Zur Anpassung an den Klimawandel gehören auch vorbeugende Maßnahmen des Hochwasserschutzes. Mit diesem Projekt leisten wir dazu einen für die Innenstadt wichtigen Beitrag“, so Bürgermeisterin Urte Steinberg zu der Maßnahme.

„Ein weiteres Projekt im Rahmen der Innenstadtsanierung in diesem Bereich ist der Bau einer Brücke im Verlauf der Wegeverbindung zwischen Ebert-Passage und Marktplatz. Diese Maßnahme wird für 2021 vorbereitet“, erklärt der Leiter des Fachbereiches Stadtentwicklung und Bauen Klaus Stieghorst.



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