Das ist der neue Beirat für Menschen mit Behinderung in Pinneberg
Der neue Beirat für Menschen mit Behinderung in Pinneberg kann nunmehr seine Arbeit aufnehmen. Am Dienstagabend haben sich die Mitglieder zu ihrer konstituierenden Sitzung getroffen. Zur Vorsitzenden haben die acht Mitglieder Ina Seidel gewählt, stellvertretende Vorsitzende sind André Schulz und Andrea Gutzeit.
„Ich freue mich sehr, dass sie sich engagieren und diese wichtige Aufgabe wahrnehmen. Für unsere Gesellschaft ist das sehr hilfreich“, sagte Bürgermeister Thomas Voerste an die Mitglieder gerichtet. Der Verwaltungschef betonte: „Wenn man ehrlich ist, sind nicht alle Bevölkerungsgruppen in den politischen Gremien gleich gut repräsentiert. Umso wichtiger ist es, dass der Beirat für Menschen mit Behinderung ab sofort eine weitere Sichtweise in die Diskussionen einbringt. Denn wenn man beispielsweise laufen, gehen und sehen kann, fällt es einem in der Regel schwerer, bei Entscheidungen auch die Bedürfnisse von Menschen zu berücksichtigen, die in diesen Bereichen Einschränkungen haben.“
Die Vorsitzende des Ausschusses Soziales, Kinder, Senioren, Ulrike Bues (Buntes Pinneberg), erinnerte während der konstituierenden Sitzung daran, dass die Mitglieder des Beirats in sämtlichen Ausschüssen und in der Ratsversammlung das Rederecht haben und auch selbst Anträge einbringen dürfen. „Für uns als Politik ist es wichtig, dass von ihnen Anregungen kommen“, sagte Ulrike Bues, die zudem allen dankte, die den Beirat ermöglicht haben.
Die Mitglieder des neuen Beirats für Menschen mit Behinderung um die Vorsitzende Ina Seidel (Mitte) haben sich im Rathaus zur konstituierenden Sitzung getroffen. Bürgermeister Thomas Voerste (Dritter von rechts) nahm als Gast an der Sitzung teil, die Alexandra Ohm (Vierte von rechts) leitete. Ohm ist bei der Stadt Pinneberg für die Geschäftsführung des Behindertenbeirates zuständig.
Die Gründung des Beirats für Menschen mit Behinderung geht auf einen Ratsbeschluss aus dem Jahr 2023 zurück. Ihm gehören laut Satzung mindestens sieben und höchstens neun Vertreter*innen der Gruppen von Menschen mit Behinderung mit Wohnsitz in der Stadt Pinneberg an. Alexandra Ohm ist bei der Stadt Pinneberg für die Geschäftsführung des Behindertenbeirates zuständig. Sie sagte am Dienstag: „Die wahre Herausforderung liegt nicht nur im Abbau von Barrieren, sondern vielmehr im Mut diese zu erkennen und gemeinsam an deren Überwindung zu arbeiten.“
Aufgaben des Beirats sind unter anderem die Vertretung der Belange der in Pinneberg lebenden Menschen mit Behinderung gegenüber der Öffentlichkeit, der Ratsversammlung, den Ausschüssen und der Verwaltung sowie die Beratung über die entsprechenden Themen und Beschlussvorschläge für die Ausschüsse und die Ratsversammlung.
Pinneberg ist eine von wenigen Städten und Gemeinden in Schleswig-Holstein, in denen es einen Beirat für Menschen mit Behinderung gibt. Im Kreis Pinneberg gibt es bislang ausschließlich Behindertenbeauftragte. „Wir haben damit durchaus eine Vorreiterrolle inne“, sagt Bürgermeister Voerste.