Ebertpassage: Aktueller Stand der Arbeiten
Erster Teilbereich wird demnächst freigegeben
Die Umgestaltung der Ebertpassage in der Pinneberger Innenstadt ist derzeit eines der größten städtebaulichen Projekte in der Kreisstadt. Entstehen wird ein Areal mit einer hohen Aufenthaltsqualität und reichlich Grün, das zudem im Sinne der Klimaanpassung gestaltet ist. Die Stadt gibt einen aktuellen Überblick über den Stand der Bauarbeiten.
„Ich freue mich, dass die Arbeiten nunmehr auf die Zielgerade einbiegen. Alle Beteiligten haben sich jüngst getroffen und die nächsten Schritte besprochen“, sagt Bürgermeister Thomas Voerste. Der Verwaltungschef ergänzt: „Der lange Winter mit wochenlangen Minusgraden hat leider keine Bautätigkeit zugelassen, umso schöner ist es, dass es nunmehr weitergehen kann.“
So wird innerhalb der nächsten 14 Tage ein erster Bereich der neuen Ebertpassage freigegeben werden können. Es handelt sich um das Teilstück vor der Bäckerei in Richtung der Bismarckstraße. Dort müssen lediglich noch letzte Arbeiten zur Verfugung der Fläche und an der Beleuchtung erfolgen. Daran anschließend ist geplant, bis Ostern eine weitere Fläche entlang des Gebäudes freizugeben, in dem sich unter anderem die VR-Bank und eine Praxis befinden. Die Erreichbarkeit von Geschäften und Arztpraxen im Bereich der Ebertpassage wird – wie bislang auch – stets gewährleistet sein.
Parallel wird weiterhin in dem großen Bereich zwischen dem früheren Kunstmann-Gebäude und dem Parkhaus gearbeitet. Dort werden in den kommenden Monaten unter anderem umfangreiche Erdarbeiten durchgeführt, es werden Rigolen eingebaut und anschließend die Flächen hergestellt, auf denen später auch die Pflanzinseln entstehen. Abschließend sollen nach aktuellem Stand die beiden Durchgänge – östlich und westlich des Parkhauses – fertiggestellt werden. Der Abschluss der kompletten Baumaßnahme ist für Herbst geplant.
Bürgermeister Voerste: „Die neugestaltete Ebertpassage wird unsere Innenstadt weiter aufwerten. Dieser bislang etwas triste Bereich erhält mehr Grün und schöne Sitzgelegenheiten, was dafür sorgen wird, dass man sich gern dort aufhält. Mich freut zudem, dass das wichtige Thema der Klimaanpassung mit der Umgestaltung aufgegriffen wird, unter anderem dank einer Verbesserung in Sachen Bodendurchlässigkeit und Versickerungsfähigkeit, mehr Verschattung im öffentlichen Raum sowie neuer Grün- und Freiflächen.“
Die Kosten für das Projekt betragen ungefähr 3,4 Millionen Euro. Das Geld stammt aus der sogenannten Städtebauförderung des Landes Schleswig-Holstein, in die wiederum Bundes-, Landes- und kommunale Mittel fließen.
Mit der Umgestaltung der Ebertpassage wird ein städtebauliches Projekt vorrangig aus klimatischen Aspekten beleuchtet. Hier werden mehrere im Klimaschutzkonzept verankerte Maßnahmen umgesetzt, darunter:
- Bepflanzung urbaner Flächen zur Verbesserung der Bodendurchlässigkeit
- Rückbau versiegelter Flächen
- Verbesserung der Versickerungsfähigkeit durch Flächenversickerung
- Verschattung öffentlicher Räume und Plätze
- Nutzung bodendeckender Vegetation zur Reduzierung unbewachsener Flächen
- Erhalt und Schaffung von Mikrogrün
- Neuanlage und naturnahe Optimierung von Grün- und Freiräumen
- Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs
Diese Maßnahmen tragen wesentlich zur Klimaanpassung, zur Förderung der Biodiversität sowie zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum bei.