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Pinneberger Bürgerrat: Die Mitglieder stehen fest

Die Mitglieder des Pinneberger Bürgerrats zum Thema Klimafolgenanpassung stehen fest. Es handelt sich um 30 Personen, die in ihrer Gesamtheit die Vielfalt der Bevölkerung Pinnebergs abbilden. Sie werden sich an mehreren Terminen im September treffen und Empfehlungen dafür erarbeiten, wie sich Pinneberg am besten an die Folgen des Klimawandels anpassen kann.

„Ich freue mich auf die Sitzungen des Bürgerrats und bin gespannt, was für Ideen und Vorschläge dort erarbeitet werden“, sagt Bürgervorsteherin Natalina di Racca-Boenigk. Mit Blick auf das Format sagt sie: „Das Besondere am Bürgerrat ist, dass hier Menschen miteinander ins Gespräch kommen, die sich im Alltag vermutlich kaum begegnet wären. Sie streiten nicht über Ideologien, sondern suchen gemeinsam nach Lösungen – das ist gelebte Demokratie.“

Ende April hatte die Verwaltung 1500 zufällig ausgewählte Pinnebergerinnen und Pinneberger angeschrieben und gefragt, ob sie sich eine Teilnahme am Bürgerrat vorstellen können. Mehr als 150 Einwohnerinnen und Einwohner hatten sich daraufhin mit einer Zusage zurückgemeldet. Aus ihnen ist schließlich der finale Bürgerrat ausgewählt worden – und zwar unter anderem nach Alter, Geschlecht und weiteren sozio-demografischen Merkmalen.

„Damit spiegelt der Bürgerrat die Vielfalt unserer Stadt wider, es handelt sich sozusagen um ein ,Klein Pinneberg‘“, betont Bürgermeister Thomas Voerste. „Das ist für mich eine gute Voraussetzung, um gemeinsam tragfähige Vorschläge für die Klimaanpassung Pinnebergs erarbeiten zu können. Das gesamte Verfahren kann den demokratischen Prozess in unserer Gesellschaft stärken.“

Treffen werden sich die Bürgerratsmitglieder an vier Terminen im September. Nach Anhörungen von Fachexpertinnen und -experten und umfassenden Diskussionen werden sie Empfehlungen für die Klimaanpassung Pinnebergs vorlegen. Diese werden anschließend in der Ratsversammlung diskutiert. Die Politikerinnen und Politiker werden auch darüber entscheiden, ob und wenn ja welche Fragen im Rahmen eines Bürgerentscheids gestellt werden. Der Entscheid, dessen Ergebnis bindend ist, könnte parallel zur schleswig-holsteinischen Landtagswahl am 18. April 2027 stattfinden.

Die Ratsversammlung war es auch, die im Oktober 2024 beschlossen hatte, in Pinneberg einen Bürgerrat durchführen zu lassen. Die Stadt Pinneberg arbeitet im Rahmen des Bürgerrats mit den Vereinen Mehr Demokratie e.V. und Gesellschaft für Klima und Demokratie e.V. zusammen, die wiederrum das Modellprojekt „Klima trifft Kommune“ ins Leben gerufen haben. Neben Pinneberg sind Flensburg, Osterburg (Sachen-Anhalt) und Marzahn-Nord (Berlin) Teil des Modellprojekts.

Weitere Informationen zum Thema Bürgerrat in Pinneberg gibt es auf der Homepage der Stadt Pinneberg.