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Volkshochschule und Musikschule ziehen in das ehemalige Kunstmann-Gebäude

In Pinneberg wird ein neuer Anziehungspunkt für die Bürgerinnen und Bürger entstehen und das in einem stadtgeschichtlich bedeutenden Gebäude: Die Volkshochschule (VHS) und die Musikschule werden in das ehemalige Kunstmann-Gebäude einziehen. Den entsprechenden Mietvertrag hat Bürgermeister Thomas Voerste am Freitagnachmittag unterschrieben.

„Das ist ein wichtiger Meilenstein für unsere Stadt. Mit der neuen Heimat von VHS und Musikschule schaffen wir ein Bildungszentrum für die gesamte Region“, sagt Bürgermeister Voerste. Er betont: „Und quasi nebenbei sorgen wir dafür, dass das Kunstmann-Gebäude in neuem Glanz erstrahlt und die untere Dingstätte belebt wird.“

Eine Fläche von 2150 Quadratmetern steht in dem dreigeschossigen Gebäude, das die Adresse Dingstätte 36-40 trägt, zur Verfügung. Es wird Räume geben, die ausschließlich von der Musikschule genutzt werden und solche, die der VHS vorbehalten sind. Darüber hinaus sieht der aktuelle Plan aber auch gemeinsam genutzte Veranstaltungsräume vor. Zudem wird es eine Ausstellungsfläche geben und im Keller findet das Archiv Platz.

„Es werden auch öffentliche Bereiche in dem Gebäude geschaffen, die zum Verweilen einladen. Dort kann man dann zum Beispiel in Ruhe ein Buch lesen, was ich persönlich sehr schön finde", sagt Thomas Voerste. Mit Blick auf die lange Geschichte des Gebäudes, mit dem viele Pinnebergerinnen und Pinneberger zahlreiche Erinnerungen verbinden, erläutert der Bürgermeister: „Der Schriftzug ,Kunstmann‘ erhält einen besonderen, gut sichtbaren Platz. Das war uns allen wichtig.“

Bis das neue Pinneberger Bildungszentrum seine Türen öffnen kann, dauert es allerdings noch etwas. Denn in den kommenden Monaten wird der Eigentümer das Gebäude zunächst umfangreich sanieren lassen. Lüftung, Elektrik, Dach, Wände, Leitungen und Decken – alles wird auf Vordermann gebracht. In Sachen Energieeffizienz werden dabei die höchsten KfW-Standards eingehalten und ein Anschluss an das Fernwärmenetz erfolgen. Das Gebäude wird zudem mindestens zwei Zugänge erhalten und barrierefrei sein. Aktuell wird mit einer Bauzeit von rund 16 Monaten kalkuliert.

Erste Ideen zur Neu- und Nachnutzung des früheren Kaufhauses hatte es im Frühjahr des vergangenen Jahres gegeben. Anschließend wurden die Pläne konkreter ausgearbeitet. „Ursprünglich wollten wir auch mit Teilen des Bürgerservice der Stadtverwaltung in das Kunstmann-Gebäude ziehen. Die Raumplanung hat dann jedoch gezeigt, dass dafür nicht genügend Fläche zur Verfügung steht“, erläutert Bürgermeister Voerste. Mit Blick auf die Tatsache, dass die Stadt nunmehr als Mieter auftreten wird, sagt der Verwaltungschef: „Die Anmietung der Fläche ist deutlich wirtschaftlicher als ein Kauf. Das hat die eingehende Prüfung ergeben.“

Das jetzige Konzept ist in enger Abstimmung mit VHS und Musikschule erstellt worden. Für beide Einrichtungen ist der Umzug ein wichtiger Schritt, der ihnen eine weitere Verbesserung ihres umfangreichen Bildungsangebots und eine noch bessere Sichtbarkeit innerhalb der Stadt ermöglichen wird. Dazu sagt Alireza Zare, Leiter der Musikschule: „Das Kunstmannhaus wird ein lebendiger Ort, an dem Kultur, Bildung und Gemeinschaft in der Innenstadt auf besondere Weise zusammenfinden, ein Ort der Begegnung und Kreativität, der Pinneberg kulturell bereichert.“ Das sieht auch VHS-Leiterin Gesine Keßler-Mohr so. Sie sagt: „Der neue Standort bietet viele Möglichkeiten für die VHS, für die Stadt Pinneberg und die Gewerbetreibenden in der Nachbarschaft sowie neue Perspektiven, um Bildung für alle von 6 bis 99 Jahre erlebbar zu machen und zahlreiche Kooperationen eingehen zu können.“