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Mobilitätskonzept für Pinneberg – der aktuelle Stand

Die Stadt Pinneberg lässt derzeit ein Mobilitätskonzept erstellen. Ziel ist es, die Mobilität in der Kreisstadt unter Berücksichtigung aller Verkehrsarten zukunftsfähig, nachhaltig und bedarfsgerecht weiterzuentwickeln. Die Stadt gibt einen Überblick über den aktuellen Stand.

Mit der Erstellung des Mobilitätskonzepts ist ein externes Fachbüro beauftragt. Es hat seine Arbeit Anfang 2025 aufgenommen und anschließend ein umfangreiches Beteiligungsverfahren gestartet, das die Bedarfe der einzelnen Verkehrsformen in Pinneberg ermitteln und berücksichtigen soll. So gab es eine öffentliche Präsenzveranstaltung im Rathaus, eine Haushaltsbefragung per Stichprobe und Briefpost, mehrere Fachworkshops sowie Politikworkshops. Auch zwei Jugendbeteiligungen in Jugendzentren sind durchgeführt worden. 

Zudem war für mehr als zwei Monate ein sogenannter Ideenmelder online. Auf einer interaktiven Karte konnte dabei jeder und jede vermerken, wo es seiner beziehungsweise ihrer Meinung nach Probleme gibt und welche Änderungswünsche bestehen. 

Aus sämtlichen Veranstaltungen, Workshops, dem Ideenmelder sowie Hinweisen, die die Planerinnen und Planer auf anderen Wegen erreicht haben, sind die Bedürfnisse und Ideen gefiltert und übergeordnete Ziele, sogenannte Leitlinien, vorformuliert und in einem zusätzlichen Politikworkshop weiter ausgearbeitet worden. Die Leitlinien betreffen unter anderem Qualität und Sicherheit auf den Verkehrswegen in Pinneberg, die Stärkung von Rad- und Fußverkehr sowie des ÖPNV sowie das Thema „Mehr Grün und weniger Emissionen“. Die Leitlinien haben die Fachplaner während der jüngsten Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses im Detail erläutert.

Im weiteren Verfahren werden die Expertinnen und Experten die konkreten Maßnahmenvorschläge erarbeiten. Dafür sind unter anderem Verkehrszählungen im Frühjahr vorgesehen, mit deren Hilfe die Maßnahmenvorschläge auf ihre Umsetzungsfähigkeit überprüft werden. Gleichzeitig liefern die Zählungen auch eine Gesamtübersicht über die Verkehrsarten und -stärken in Pinneberg. Der aktuelle Zeitplan sieht vor, dass das finale Mobilitätskonzept im Sommer dieses Jahres vorliegt.

„Die Themen Verkehr und Mobilität bewegen die Menschen in Pinneberg, und zwar egal ob sie mit dem Auto, dem Rad oder zu Fuß unterwegs sind. Das kann ich sehr gut nachvollziehen, schließlich wollen wir alle sicher und zuverlässig von A nach B kommen“, sagt Bürgermeister Thomas Voerste. „Mit dem Mobilitätskonzept stellen wir uns den Herausforderungen im Verkehrsbereich, indem alle Verkehre und Bedarfe berücksichtigt werden und die gesamte Stadt betrachtet wird. Außer einer ausführlichen Zahlen- und Datenerhebung ist uns dabei auch ein umfangreiches Beteiligungsverfahren wichtig, schließlich ist das Konzept kein Selbstzweck, sondern soll der Sicherheit der zahlreichen Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern in Pinneberg dienen. Besonders freut mich, dass das Planungsbüro uns mitgeteilt hat, dass die Bürgerbeteiligung in unserer Stadt sehr erfolgreich verlaufen ist.“

Hintergrund: Befragung und Beteiligung

Im Rahmen der Bürgerbeteiligung hat es unter anderem eine Befragung von Pinnebergerinnen und Pinnebergern gegeben. Dazu sind 3500 zufällig ausgewählte Einwohnerinnen und Einwohner kontaktiert und zur Teilnahme an der Befragung eingeladen worden. Die Befragung selbst erfolgte online. Entstanden sind 752 komplette Interviews, was einer Teilnahmequote von 22 Prozent entspricht. Über den Ideenmelder, der von Mitte Mai bis Ende Juli 2025 online war, sind insgesamt 550 Hinweise eingegangen.