Skip to main navigation Skip to main content Skip to page footer

Pinneberg eröffnet die neue Ebertpassage und blickt auf 17 Jahre Städtebauförderung zurück

Die Pinneberger Innenstadt ist um ein prägendes Element reicher: Im Beisein der Innenministerin des Landes Schleswig-Holstein Magdalena Finke feierte die Stadt Pinneberg am Donnerstagnachmittag, 1. Oktober, die offizielle Eröffnung der neugestalteten Ebertpassage. Diese bietet dank der umfangreichen Umgestaltung deutlich mehr Grün, lädt zum Verweilen ein und setzt gleichzeitig Maßstäbe in Sachen Klimawandelanpassung. 

„In den vergangenen eineinhalb Jahren ist im Herzen unserer Stadt ein Bereich entstanden, der Vorbildcharakter hat. Mit den zahlreichen Pflanzinseln, Sitzgelegenheiten und dem ein oder anderen kleinen Spielgerät ist es gelungen, die Aufenthaltsqualität deutlich zu steigern. Gleichzeitig bleibt die Erreichbarkeit von Geschäften, Büros und Praxen erhalten, so dass ein guter Ausgleich zwischen den verschiedenen Interessen geschaffen wurde“, sagte Bürgermeister Thomas Voerste. Mit Blick auf die Klimaanpassung betonte der Verwaltungschef: „Der jüngste Sommer hat uns eindrücklich gezeigt, wie wichtig Maßnahmen zur Verringerung der Auswirkungen des Klimawandels sind. Deswegen freue ich mich, dass die neugestaltete Ebertpassage hier einen wichtigen Beitrag leisten kann.“

Die Umgestaltung der Ebertpassage in der Pinneberger Innenstadt ist eines der größten städtebaulichen Projekte in der Kreisstadt der vergangenen Jahre. Im Zuge der Arbeiten sind großzügige Sitz- und Aufenthaltsflächen unter schattenspendenden Bäumen, Baum- und Pflanzinseln entstanden. Damit wird das Mikroklima verbessert und die Biodiversität gefördert. Hinzu kommen einige Spiel- und Erlebniselemente wie Sound Tubes (Sprechrohre) sowie Vogel- und Insektenhäuser. Barrierefreie Sitzbänke mit Aussparungen für Menschen mit Behinderungen oder Familien mit Kinderwagen sowie Fahrradbügel und eine E-Bike-Ladestation für umweltfreundliche Mobilität runden das Angebot ab.

Eines der wesentlichen Elemente der neuen Ebertpassage befindet sich unter der Erde. Dabei handelt es sich um Rigolen, also unterirdische Wasserspeicher, die Regenwasser von der Oberfläche aufnehmen und gezielt an die Wurzeln der Bäume weiterleiten. So bleibt das Wasser im System und verdunstet langsam – das kühlt die Luft und bewässert die Pflanzen auch in Trockenphasen.

Die Neugestaltung der Ebertpassage bildet einen zentralen Baustein der städtebaulichen Gesamtmaßnahme „Innenstadt“. Diese umfasst ca. 10 Hektar und wurde bereits 2009 in das Städtebauförderungsprogramm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ aufgenommen. Ziel des auf der Grundlage eines Integrierten Entwicklungskonzepts (IEK) basierenden Programms ist es, die Versorgungsfunktion Pinnebergs als Mittelzentrum dauerhaft zu sichern, Funktionsmängel abzubauen und attraktive Orte des Miteinanders zu schaffen. 

Mit der Ebertpassage ist das vorerst letzte Projekt der Städtebauförderung fertiggestellt worden, weswegen die Veranstaltung am Donnerstag den passenden Rahmen bot, um gemeinsam auf 17 Jahre Städtebauförderung in Pinneberg zurückzublicken. Bislang wurden im Rahmen der städtebaulichen Gesamtmaßnahme Investitionen in Höhe von mehr als 12 Millionen Euro getätigt. Davon stammen 8,68 Millionen Euro aus Fördermitteln von Bund und Land. „Ohne die verlässliche und langjährige Unterstützung durch die Städtebauförderung von Land und Bund wäre diese umfassende Transformation unseres Stadtkerns nur sehr schwer möglich gewesen“, sagte Bürgermeister Voerste. „Die Neugestaltung der Ebertpassage schließt nahtlos an bisherige Projekte wie die Aufwertung der Dingstätte, den Umbau der Friedrich-Ebert-Straße und die Neugestaltung des nördlichen Drosteiplatzes an.“

Innenministerin Magdalena Finke sagte bei der feierlichen Eröffnung der neugestalteten Ebertpassage: „Alle Beteiligten können stolz auf das sein, was hier in den vergangenen 17 Jahren mit insgesamt 12,8 Millionen Euro aus der Städtebauförderung entstanden ist. Wo zuvor vor allem Autos ihren Platz hatten, finden Menschen jetzt zwischen Grünflächen mehr Raum zum Verweilen. Auch das Thema Hitze in der Innenstadt wurde vorausschauend mitgedacht. Grünflächen bringen Abkühlung, Pflaster wurden entfernt, Raum für Pflanzen geschaffen. All das hier ist ein beeindruckender Beweis dafür, dass mit der Städtebauförderung die Lebensverhältnisse der Menschen vor Ort nachhaltig verbessert werden.“

Weitere Infos zur Ebertpassage gibt es hier.