Amtliche Bekanntmachungen
Straßenverkehrsamt als Flüchtlingsunterkunft? Bürgermeister Thomas Voerste bietet Müßentwiete an
Bürgermeister Thomas Voerste: „Die Stadt Pinneberg verfügt über freie Flächen in dem neuen Gewerbegebiet an der Müßentwiete. Es könnte eine freie, unbebaute Fläche von rund 1200 qm zur Verfügung gestellt werden, die sofort mit mindestens drei Stockwerken bebaut werden könnte.“Der Vorteil dieses Standortes: „Von dort sind zwei Nahversorger fußläufig erreichbar, ebenso wie eine Bushaltestelle. Das Gelände befindet sich im Grünen, ist aber nicht abgelegen.“
Natürlich falle es der Stadt nicht leicht, diese Fläche abzugeben. „Immerhin verzichten wir in der Folge auf dringend benötigte Gewerbesteuereinnahmen“, sagt Thomas Voerste. „Aber wir stellen uns unserer Verantwortung und verknüpfen unser Angebot mit der dringenden Bitte, den Verkauf des alten Straßenverkehrsamtes an Famila lösungsorientiert zu prüfen.“
Man wisse, dass der Kreis über wenig Flächen verfüge und daher eigentlich keine Flächen verkaufen wolle. „Sofern wir aber zu einer Vereinbarung kämen, würde der Kreis keine Fläche verlieren, er würde lediglich eine andere Fläche besitzen“, so der Bürgermeister weiter. Der Flächenentwurf könne außerdem so zügig in die Wege geleitet werden, dass die Förderbedingungen des Landes ohne Weiteres einzuhalten wären. Es wäre eine Lösung, von der alle profitieren würden, so der Bürgermeister: „Die Kommunen des Kreises, weil es den dringend benötigten Puffer gibt. Der Kreis, der seiner Verantwortung gegenüber allen Kommunen gerecht wird und seine strategische Planung umsetzen kann. Die Geflüchteten, die in ihrer temporären Unterkunft in einer wohnlichen Umgebung untergebracht werden. Und natürlich nicht zuletzt unsere Stadt, die dann in der Lage sein wird, ein wichtiges Gewerbegebiet, einen wichtigen Nahversorgungsstandort für Pinneberg gemeinsam mit den Gewerbetreibenden nachhaltig weiterzuentwickeln.“
Hintergrund:
Der Kreis Pinneberg hat dem Kreistag vorgeschlagen, dass ehemalige Straßenverkehrsamt an der Flensburger Straße abzureißen und dort eine Flüchtlingsunterkunft für die temporäre Unterbringung von Flüchtlingen neu zu bauen (VO/FD-14.24.012). Der Hauptausschuss des Kreises hat die Entscheidung auf den 21.02.2024 vertagt. Pinnebergs Bürgermeister Thomas Voerste hat dem Kreis vergangenen Freitag eine alternative Fläche für den Bau einer Unterkunft angeboten. In einem Schreiben an Landrätin Elfi Heesch und an die Vorsitzende des Hauptausschusses des Kreistags, Heike Beukelmann, konkretisierte er heute das Angebot der Stadt Pinneberg.