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Neues Mahnmal am Pinneberger Bahnhof: So ist der aktuelle Stand
Das neue Mahnmal am Pinneberger Bahnhof nimmt Form an, die Erstellung des Steinkreises geht gut voran. Das hat der Künstler F. Jörg Haberland jüngst bei einem Besuch in Pinneberg mitgeteilt. Entstehen wird ein dreifach durchbrochener steinerner Sitzkreis, in dessen Inneren die Worte „Frieden“, „Freiheit“ und „Toleranz“ eingraviert sind. Zudem soll es in einiger Entfernung zu dem Sitzkreis eine Glastafel geben. Beides wird die Stele aus NS-Zeiten, die seit 2016 unter Denkmalschutz steht, ergänzen und historisch einordnen.
„Was die Steine betrifft, sind wir fast fertig“, erläuterte Haberland. Sie stammen aus einem Granitgebirge in der Nähe von Passau, Haberland war für die Auswahl der Steine selbst im Steinbruch. Der Sitzkreis wird aus drei Elementen bestehen, jedes hat ein Gewicht von zirka 650 Kilogramm, die Bogenlänge pro Element beträgt fünf bis sechs Meter. Der gesamte Durchmesser des neuen Mahnmals wird sechs Meter betragen.
„Ich habe bereits das Schriftband für ein Element entworfen“, berichtete der Künstler. Die Wörter „Frieden“, „Freiheit“ und „Toleranz“ sollen in 26 Sprachen zu sehen sein. Für Haberland gilt es dabei, Fragen nach der Schriftgröße und der Schrifttype sowie weitere gestalterische Details zu klären. „Wichtig ist, wie sich alles in das gesamte Bild einfügt“, so F. Jörg Haberland.
Daniel Braun, Projektleiter im Granitwerk Kusser AG, und Beate Westermeier, Partnerin von F. Jörg Haberland, begutachten in einer Werkhalle von Kusser eines der Elemente aus Granit. Dort soll das Wort »Toleranz« stehen.
Künstler F. Jörg Haberland steht vor der Granitwand im Steinbruch Tittling, aus dem der für das Projekt verwendete Granit stammt.
Der Künstler aus München hat sich bei seinem Besuch in Pinneberg mit engagierten Schüler*innen ausgetauscht, mit Mitgliedern der Mahnmalinitiative getroffen und war im Rathaus der Stadt zu Gast. Bei letztgenanntem Termin wurden unter anderem Fragen nach dem genauen Standort des Mahnmals sowie zu dessen konkreter Errichtung nebst technischen Details erläutert. „Jetzt gilt es, sich an die Voraussetzungen vor Ort anzupassen und diese bei der Projektumsetzung einzubeziehen“, sagte Haberland. Im Zuge des Bahnhofumbaus wird auch der Bereich nördlich der Schienen neugestaltet und im Rahmen dieser Arbeiten soll auch das neue Mahnmal errichtet werden.
Für Haberland ist die Errichtung des Mahnmals in Pinneberg etwas Besonderes, wie er während des Gesprächs im Rathaus betonte. „Die Umsetzung ist hochinteressant und das Projekt sehr bereichernd“, so Haberland, dessen Arbeiten in Schleswig-Holstein unter anderem in Meldorf („Meldorfer Schwung“) und Büdelsdorf („Ti penso spesso“) zu sehen sind.
„Ich freue mich, dass die Arbeiten von Herrn Haberland gut voranschreiten und er alle Beteiligten regelmäßig über den Fortgang informiert. Es ist spannend zu sehen, wie solch ein Projekt Stück für Stück Form annimmt“, sagt Bürgermeister Thomas Voerste.