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Jahresbericht zur Umsetzung der Istanbul-Konvention
Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Pinneberg und Bündnismitglied Deborah Azzab-Robinson
Stadt Pinneberg: Das Bündnis zur Umsetzung der sog. Istanbul-Konvention im Kreis Pinneberg legt den 5. Jahresbericht vor. Der Bericht zeigt auf: Häusliche und geschlechtsspezifische Gewalt gegen Frauen nimmt weiter zu.
„Seit fünf Jahren begleitet das Bündnis zur Umsetzung der Istanbul-Konvention im Kreis Pinneberg die Umsetzungsschritte vor Ort von diesem europarechtlichen, verbindlichen Menschenrechtsvertrages“ erläutert Deborah Azzab-Robinson, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Pinneberg. „Unser Bündnis besteht aus den Gleichstellungsbeauftragten des Kreises Pinneberg, der Städte Elmshorn, Pinneberg und Uetersen, der KIK-Koordination sowie der Integrationsbeauftragten der Stadt Pinneberg.“
Der Jahresbericht 2025 zeigt deutlich: Häusliche und geschlechtsspezifische Gewalt nimmt weiter zu. Gleichzeitig wird sichtbar, wie unverzichtbar Frauenberatungsstellen, Frauenhäuser, das Kooperations- und Interventionskonzept gegen (Ex-)Partnerschaftsgewalt (KIK) und weitere Schutz- und Unterstützungsangebote im Kreis Pinneberg sind.
Das „Übereinkommen des Europarates zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt“ ist die stärkste rechtliche Grundlage zur Abschaffung von Gewalt gegen Frauen in Deutschland. Sie verpflichtet den Staat auf allen Ebenen zum bedarfsgerechten Ausbau des Beratungs- und Hilfesystems. Die jährlichen Berichte des Bündnisses im Kreis Pinneberg zeigen die lokalen Umsetzungsschritte auf und machen auf Schutzlücken aufmerksam.
Der aktuelle Bericht beleuchtet die Entwicklungen der letzten fünf Jahre. Dabei richtete das Bündnis seine besondere Aufmerksamkeit auf bislang unterversorgte Gruppen, darunter Frauen mit Behinderung, wohnungslose, migrantische sowie ältere und hochaltrige Frauen. Die Berichte zeigen konkrete strukturelle Herausforderungen auf, wie etwa fehlende Barrierefreiheit, unzureichende Platzkapazitäten und eine weiterhin nicht bedarfsgerechte Finanzierung der Frauenfacheinrichtungen.
Das Bündnis versteht Schutz vor geschlechtsspezifischer Gewalt als eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. „Denn: Gewalt ist keine Privatsache! Eine wirksame Umsetzung der Istanbul-Konvention braucht Transparenz, politische Verantwortung und verlässliche Strukturen vor Ort“, so die Bündnismitglieder abschließend.
Der Bericht ist auf der Seite der Stadt Pinneberg unter der Rubrik Gleichstellungsbeauftagte Stadt Pinneberg zu finden.
Der Link hierzu ist https://www.pinneberg.de/verwaltung/veroeffentlichungen/berichte#c2108
Presseinformation
Gleichstellungsbeauftragte Stadt Pinneberg
Deborah Azzab-Robinson
Bismarckstraße 8, 25421 Pinneberg
Telefon: 04101/211-1070
Email: azzab-robinson@stadtverwaltung.de