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Pressemitteilungen

Stadt Pinneberg ruft zum Wassersparen auf

Der Sommer hat Deutschland fest im Griff und auch im Kreis Pinneberg herrschen seit Tagen hohe Temperaturen. Der Wetterbericht sagt zudem weitere heiße Tage bis einschließlich des Wochenendes voraus. Die Wetterlage sorgt dafür, dass der Wasserverbrauch deutlich steigt. Stadt Pinneberg und Stadtwerke Südholstein appellieren daher an die Bürgerinnen und Bürger, auf nicht notwendige Verbräuche zu verzichten. Gleichzeitig geben sie praktische Tipps, wie sich leicht Wasser einsparen lässt.

Trinkwasser ist ein Lebensmittel und eine der wertvollsten Ressourcen der Welt. Umso wichtiger ist es, bewusst mit dieser Ressource umzugehen, insbesondere in Zeiten eines besonders hohen Verbrauchs. Rasensprengen, den Pool befüllen oder das Reinigen von Pflastersteinen – auf diese Wasserverbräuche sollte derzeit deswegen unbedingt verzichtet werden. Denn diese nicht notwendigen Verbräuche sorgen dafür, dass die ohnehin hohe Entnahme von Wasser weiter steigt.

Noch füllen sich die Speicher

„Bislang können sich die Wasserspeicher in der Nacht noch ausreichend füllen und das System kann sich wieder regenerieren“, berichtet Bürgermeister Thomas Voerste aus einem Gespräch mit Stadtwerke-Vertretern. Das könne sich jedoch – insbesondere mit Blick auf das Wochenende – bei einem weiter ansteigenden Verbrauch und außergewöhnlichen Verbrauchsspitzen ändern, betont der Verwaltungschef. Und weiter: „In diesem Fall müsste der Wasserdruck gedrosselt werden, mit entsprechenden Auswirkungen auf das gesamte Netz.“

Dieses Szenario hatte es im vergangenen Juni gegeben, als es kurzfristig zu einer außergewöhnlich hohen Verbrauchsspitze kam, die deutlich über dem üblichen Bedarf lag und somit die vorhandenen Netzkapazitäten überschritt. Durch eine vorübergehende Reduzierung des Wasserdrucks konnte die Versorgung stabil gehalten werden. „Das Wassernetz in Pinneberg ist für einen effizienten Betrieb im üblichen Bereich ausgelegt. Kommt es zu außergewöhnlich hohen Entnahmemengen, stößt das System an seine natürlichen Grenzen“, erklärt Christian Scharfetter, Technischer Leiter der Stadtwerke Südholstein.

Bewusst mit Wasser umgehen

Bürgermeister Voerste: „Ich bitte alle, bewusst mit dem eigenen Wasserverbrauch umzugehen. Wenn wir gemeinsam auf nicht notwendige Verbräuche verzichten, können wir das Netz spürbar entlasten. Es geht dabei auch um Solidarität, schließlich sollen alle Nutzerinnen und Nutzer, egal ob sie in den oberen Stockwerken eines Hochhauses oder in einem Außenbereich des Wassernetzes leben, ausreichend Wasser zur Verfügung haben.“ Mit Blick auf die Maßnahmen der Stadt, betont der Verwaltungschef: „Wir werden mit gutem Beispiel vorangehen und der Kommunale Servicebetrieb wird das Wässern von Grünflächen und Bäumen auf das absolut notwendige Minimum beschränken.“

Um die Trinkwasserversorgung weiterhin zuverlässig sicherzustellen, wurden und werden durch die Stadtwerke Südholstein gezielte Maßnahmen umgesetzt. So sind in den vergangenen Monaten bestehende Brunnenanlagen regeneriert worden, wodurch sie leistungsfähiger sind. Zudem ist die Netzstruktur optimiert und zwei neue Brunnen sind gebaut worden. Sie sollen zeitnah in den Probebetrieb gehen. „Beide Brunnen erhöhen die Leistungsfähigkeit unserer beiden Wasserwerke ebenfalls deutlich“, erläutert Christian Scharfetter.

Tipps zum Wassersparen:

  • Gartenbewässerung reduzieren: Rasen nicht sprengen, Beete nicht gießen oder ausschließlich Regenwasser nutzen.
  • Aufschiebbare Verbräuche vermeiden: Pools nicht neu befüllen oder nachfüllen; Hochdruckreiniger nicht nutzen und Autowäschen aussetzen.
  • Im Haushalt sparen: Duschen statt Baden, Duschdauer verkürzen, Spül- und Waschmaschinen nur voll beladen im Eco-Programm betreiben, wassersparende Geräte benutzen, tropfende Armaturen reparieren.
  • Gewerbe: Nicht sicherheitsrelevante Reinigungen und Bewässerungen pausieren

Die Stadt Pinneberg informiert über das Thema zudem umfassend und aktuell auf ihrer Homepage und auf ihren Social-Media-Kanälen. 

Info: Wasservorrat für zu Hause

Im Rahmen der persönlichen Krisenvorsorge empfehlen Expertinnen und Experten zu Hause ausreichend Trinkwasser vorrätig zu haben. Als Orientierung gelten 2 Liter pro Person und Tag. Davon sind etwa 0,5 Liter zum Kochen gedacht. Und: Haustiere nicht vergessen. Für drei Tage sind das rund 6 Liter pro Person. Weitere Informationen gibt es unter anderem unter www.schleswig-holstein.de/DE/landesportal/kampagne/kommklarsh