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Pinneberger Initiative 8. Mai

Im Jahre 2021 entstand die Pinneberger Initiative 8. Mai aus den Aktivitäten in unserer Stadt Pinneberg zum ersten offiziellen Gedenktag "8. Mai" in Schleswig-Holstein. Ein Jahr zuvor - zum 75. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus - hatten einzelne Personen privat Blumen vor dem VVNDenkmal auf dem Rathausplatz abgelegt. Diesen Menschen einen Raum zu geben, gemeinsam an den Tag zu gedenken, war die Startidee zur Initiativ-Gründung.

Wir - als Initiative 8. Mai - unterstützen den "Gedenktag 8. Mai in Schleswig-Holstein" in der Idee aus diesem Tag einen Feiertag zu machen:

Der 8. Mai 1945 als Datum der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht markiert das Ende des Zweiten Weltkrieges in Europa. Gleichzeitig steht er für die Überwindung der NSDiktatur und ihrer Verbrechen. So widersprüchlich die historischen Erfahrungen auch waren: Zusammenbruch, totale militärische Niederlage, Befreiung der überlebenden Verfolgten aus Konzentrationslagern und Gefängnissen, Katastrophe und „Stunde Null“ – der 8. Mai 1945 ist ein epochaler Einschnitt in der Geschichte des 20. Jahrhunderts und nicht zuletzt die Bedingung der Möglichkeit für eine humane und demokratische Neuorientierung nach den Schrecken von Krieg und Gewaltherrschaft. Nach intensiven Kontroversen ab Mitte der 1980er Jahre wird der 8. Mai 1945 heute zunehmend als „Tag der Befreiung“ gedeutet. Weiterlesen: https://www.achter-mai-sh.de/ 

In den folgenden Jahren haben wir zum 8. Mai verschiedene öffentliche Veranstaltungen in Pinneberg organisiert:

  • 2021: Kundgebung vor dem VVN-Denkmal - (über 60 Teilnehmende)
  • 2022: Vortrag/Gespräch mit der Zeitzeugin Marianne Wilke (über 70 Teilnehmende)
  • 2023: Erinnerungskultur mit dem Vortrag von Pastor Ulrich Hentschel (über 40 Teilnehmende)'
  • 2024: Konzert im Rathaus mit der Gruppe "Die Grenzgänger" (mit ca. 150 Teilnehmenden)
  • 2025: Filmveranstaltung im Rathaus "das zweite Trauma" (knapp 60 Teilnehmende)

Zusätzlich haben wir uns 2022 mit Jugendlichen erfolgreich für die Aufhebung des politischen Betätigungsverbotes im Jugendzentrum eingesetzt. 2023 haben wir uns in mehren Veranstaltungen, Offenen Briefen und Anträgen für die Erarbeitung eines Konzeptes für Erinnerungskultur im öffentlichen Raum durch die Ratsversammlung eingesetzt. Eine von uns eingebrachte Idee einer Bildung AG "Erinnerungskultur" durch die Ratsversammlung wurde leider nicht umgesetzt.

Seitdem bewegen wir durch eigene Aktionen das Thema "Erinnerungskultur im öffentlichen Raum":

  • Straßennamen-Schilder wurden zwischenzeitlich mit umfassenden Erläuterungstexten auf
    Zusatzschildern ergänzt
  • die Bürgermeistergalerie im Rathaus wird auf unsere Initiative hin überarbeitet
  • 2026 werden wir im Juni vier neue Stolpersteine für Zwangsarbeitende, Kinder von Zwangsarbeitenden, als Juden und als sogenannte Berufsverbrecher verfolgte Pinneberger in Zusammenarbeit mit dem Künstler Gunter Demnig verlegen.

Wir haben den Vorschlag für eine Gedenktafel im Foyer des Rathauses eingebracht, um an die verfolgten und verhafteten Kommunalpolitiker*innen zu erinnern:

  • Heinrich Geick, KPD (ermordet im Gefängnis Neumünster 1935) 
  • Verhaftet bei der "Aktion Gewitter" 23.8.44:
    • Heinrich Boschen , SPD (verstorben an den Folgen der Folter: 4.Oktober 1944)
    • Olga Geick, KPD
    • Emilie Helm, SPD
    • Anna Ipsen, SPD
    • Richard Köhn, SPD
    • Heinrich Lempfert, SPD
    • Peter Lohmann, KPD
    • Wilhelm Schmidt, SPD (ertrank am 3. Mai 1945 beim Untergang der MS Cap Arcona)

Weitere Ideen, die wir als Initiative 8.Mai in die öffentliche Diskussion der letzten Jahre eingebracht haben, sind:

  • Einheitliche Informationssäulen zur Geschichte unserer Stadt Pinneberg mit einem Beteiligungs- und Vorschlagsportal auf der Stadtseite für alle Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt. Als Vorschlag haben wir eine Lösung aus der Stadt Husum eingebracht. Dies ist noch in der Diskussion
  • Eine umfassende Informationstafel am Ehrenhain der Zwangsarbeiter auf dem Stadtfriedhof
  • Eine Informationstafel auf dem internationalen Ehrenhain der Soldaten auf dem Stadtfriedhof

Kontakt: 
Dieter Borchardt
TagderBefreiung@Pinnebergbewegt.de

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