Das Bündnis zur Umsetzung der Istanbul-Konvention
Seit 2020 setzt sich das Bündnis zur Umsetzung der Istanbul-Konvention im Kreis Pinneberg für die Verhütung und Bekämpfung von häuslicher und geschlechtsspezifischer Gewalt ein. Das Bündnis besteht aus den Gleichstellungsbeauftragten des Kreises Pinneberg, der Städte Elmshorn, Pinneberg und Uetersen, der KIK-Koordination sowie der Integrationsbeauftragten der Stadt Pinneberg.
Gemeinsam stark für Gewaltschutz
Im Kreis Pinneberg bestehen tragfähige Strukturen für Schutz, Beratung, Intervention und Prävention bei häuslicher und geschlechtsspezifischer Gewalt. Insbesondere Frauenberatungsstellen und Frauenhäuser in Verbindung mit den kommunalen Gleichstellungsbeauftragten sind dabei zentrale Säulen im Hilfesystem und müssen ausgebaut werden.
Herausforderungen sichtbar machen
Das Bündnis veröffentlicht jährlich Berichte zur Umsetzung der Istanbul Konvention im Kreis Pinneberg. Besondere Aufmerksamkeit richtet das Bündnis dabei auf bislang unterversorgte Gruppen, darunter Frauen mit Behinderung, wohnungslose, migrantische sowie ältere und hochaltrige Frauen. Die Berichte benennen konkrete strukturelle Herausforderungen – etwa fehlende Barrierefreiheit, unzureichende Platzkapazitäten und eine weiterhin nicht bedarfsgerechte Finanzierung.
Der aktuelle Jahresbericht 2025 zeigt erneut auf: Häusliche und geschlechtsspezifische Gewalt nehmen weiter zu. Zugleich benennt das Bündnis bestehende Versorgungslücken – unter anderem für Frauen mit Behinderung, wohnungslose, migrantische sowie ältere und hochaltrige Frauen. Daraus leitet es konkrete Handlungsbedarfe ab, etwa für barrierefreie Angebote, zusätzliche Schutzplätze und eine verlässliche Finanzierung der Hilfestrukturen.
Gewalt ist keine Privatsache
Das Bündnis zur Umsetzung der Istanbul-Konvention im Kreis Pinneberg versteht Gewaltschutz als gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Die Umsetzung der Istanbul-Konvention ist eine zentrale Voraussetzung für Gleichstellung, Sicherheit und ein Schutz vor geschlechtsspezifischer und häuslicher Gewalt. Nur gemeinsam können Gewalt beendet und Betroffene, überwiegend Frauen und ihre Kinder, nachhaltig geschützt werden.