Die neue Ebertpassage: Pinnebergs grüne Lunge in der Innenstadt
Die Umgestaltung der Ebertpassage in der Pinneberger Innenstadt ist eines der größten städtebaulichen Projekte in der Kreisstadt der vergangenen Jahre. Bei dem Bauvorhaben geht es um eine klimaangepasste Weiterentwicklung. Die neue Planung hat eine hohe Bedeutung hinsichtlich Klimaschutz, Klimaanpassung und Biodiversität. Mitten in der Innenstadt ist ein großer, zusammenhängender, verkehrsberuhigter und fußgängerfreundliche Raum mit vielen Sitz- und Aufenthaltsmöglichkeiten naturnah unter Bäumen entstanden.
Die neue Ebertpassage - auf einen Blick:
+ Aufenthaltsqualität: Mehr Sitzgelegenheiten, Schatten durch Bäume, barrierefreie Zugänge
+ Klimaanpassung: Rigolen für Regenwasserspeicherung, klimaresiliente Bäume, kühlende Pflanzinseln
+ Mobilität: Fahrradbügel, E-Bike-Ladestation, verkehrsberuhigter Raum
+ Biodiversität: Baum- und Pflanzinseln mit heimischen und klimaresistenten Arten
+ Freizeit & Spiel: Outdoor-Memory, Sound Tubes, Vogel- und Insektenhäuser
Baum- & Pflanzinseln
Klimaresiliente Arten für die Zukunft: In der Ebertpassage wurden speziell ausgewählte, klimaresiliente Baumarten gepflanzt, die Hitze, Trockenheit und Starkregen standhalten. Die Auswahl erfolgte in Zusammenarbeit mit dem Förderverein Kulturlandschaft Pinneberger Baumschulland e.V.. Die Baum- und Pflanzinseln verbessern das Mikroklima und fördern die Biodiversität.
Beispiele für gepflanzte Arten:
- Rotdorn (Crategus laevigata)
- Dreizahn-Ahorn (Acer buergerianum)
- Felsenbirne (Amelanchier lamarcki)
- Amberbaum (Liquidamber styraciflua Worbisdon)
- Kornelkirsche (Cornus Mas)
- Mehlbeere (Sorbus aria Magnifica)
- Magnolie (Magnolia Kobus)
Wie funktionieren die Rigolen? – Das Geheimnis der „Schwammstadt“
Eines der wesentlichen Elemente der neuen Ebertpassage befindet sich unter der Erde. Dabei handelt es sich um Rigolen, also unterirdische Wasserspeicher, die Regenwasser von versiegelten Flächen (z. B. Pflaster) aufnehmen und gezielt an die Wurzeln der Bäume weiterleiten. So bleibt das Wasser im System und verdunstet langsam – das kühlt die Luft und bewässert die Pflanzen auch in Trockenphasen. Dieses Prinzip nennt man auch Schwammstadt.
Wie funktioniert's?
- Regen fällt auf die Pflasterfläche.
- Wasser wird statt in die Kanalisation in die Rigolen geleitet (Kies- oder Kunststoffelemente).
- Bäume und Pflanzen werden über die Rigolen bewässert.
- Überschüssiges Wasser verdunstet und kühlt die Umgebung.
Vorteile für Pinneberg:
+ Hitzeminderung: Die Verdunstung kühlt die Umgebung.
+ Starkregenvorsorge: Das Wasser wird kontrolliert abgeführt, Überflutungen vermieden.
+ Nachhaltigkeit: Weniger Trinkwasserverbrauch für die Bewässerung.
Ein neuer Friedensbaum für Pinneberg
Der Friedensbaum in der Ebertpassage steht! Gepflanzt auf Initiative unserer Ratsversammlung, angestoßen durch die bürgerliche Initiative Friedensstadt Pinneberg setzt die Stadt damit zum 80. Jahrestag der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki ein unübersehbares Zeichen.
Sitzbereiche
In der Ebertpassage sind sieben großzügige Sitz- und Aufenthaltsflächen unter schattenspendenden Bäumen entstanden. Die barrierefreien Sitzbänke haben Aussparungen für Menschen mit Behinderungen oder Familien mit Kinderwägen.
Spielelemente
Fahrradabstellplätze & E-Bike-Ladestation
Neu: jede Menge neue Fahrradbügel und eine E-Bike-Ladestation für umweltfreundliche Mobilität.
Parken
Weniger Parkplätze, mehr Lebensqualität: Rund 50 Stellflächen wurden reduziert, um Platz für Grün und Begegnung zu schaffen. Nach dem Umbau stehen Ihnen 16 PKW-Parkplätze inklusive 2 Behindertenparkplätze, sowie das VR-Bank-Parkhaus zur Verfügung.
Die Vorgeschichte: Ein langes Warten mit Happy End
Die Umgestaltung der Ebertpassage war ein Meilenstein der Pinneberger Innenstadtentwicklung – und ein Projekt, das Geduld erforderte:
- 2009: Pinneberg wird in das Städtebauförderungsprogramm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ aufgenommen. Die Ebertpassage wird als zentrales Projekt identifiziert.
- 2018–2023: Vorbereitende Maßnahmen, u. a. Ankauf privater Grundstücke, um Flächen neu zu ordnen.
- Februar 2025: Spatenstich für die klimaangepasste Umgestaltung.
- April 2025–April 2026: Bauphase in mehreren Abschnitten, um die Erreichbarkeit von Geschäften und Arztpraxen stets zu gewährleisten.
- Sommer 2026: Fertigstellung – die Ebertpassage präsentiert sich als grüne Oase mit hoher Aufenthaltsqualität.
Warum es so lange dauerte:
- Komplexe Grundstücksverhandlungen
- Kleinteilige Bauabschnitte wegen hoher Nutzungsdichte (Geschäfte, Praxen, Parkhäuser)
- Unvorhergesehene Herausforderungen wie Altlasten (z. B. alte Bunker) und Wasser im Bodenshz.de
Kosten: Rund 3,4 Millionen Euro, finanziert durch Städtebauförderung (Bund, Land, Kommune je zu einem Drittel)
Das war die offizielle Eröffnung am 1. Oktober 2026:
Gefördert durch:
Warum dieses Projekt so wichtig ist
- Klimaanpassung: Die Ebertpassage ist ein Vorbildprojekt für die „Schwammstadt“ – sie speichert Wasser, kühlt die Luft und schützt vor Hitze und Starkregen.
- Lebensqualität: Mehr Grün, weniger Lärm, mehr Raum für Begegnung – die Innenstadt wird attraktiver für alle Generationen.
- Biodiversität: Die neuen Pflanzinseln und Bäume bieten Lebensraum für Insekten, Vögel und Kleintiere.
- Zukunftsfähigkeit: Die klimaresilienten Arten sichern die langfristige Funktion des Raums auch bei extremen Wetterbedingungen.
Entdecken Sie die neue Ebertpassage!
Besuchen Sie den Ort und erleben Sie selbst, wie sich die Innenstadt verändert hat. Teilen Sie Ihre Fotos mit #EbertpassagePinneberg auf Social Media!
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