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01.09.2017    Kategorie: Auf Startseite anzeigen, Rathaus & Politik

Gute Noten fürs Pinneberger Standesamt

Prüfbericht der Standesamtsaufsicht des Kreises Pinneberg belegt professionelle Arbeit


Das Standesamt ist eine besonders wichtige Abteilung in den Kommunalverwaltungen, denn hier werden schließlich Entscheidungen getroffen, die für das gesamte Leben eines Menschen große Bedeutung haben – man denke allein an die Namensgebung. Deshalb haben übergeordnete Behörden die Arbeit intensiv im Blick. Die Bewertung des Pinneberger Standesamtes durch die zuständige Aufsicht des Kreises Pinneberg fiel äußerst positiv aus. „Die Überprüfung des Führung der Geschäfte des Standesamtes hat insgesamt einen sehr guten, routinierten Eindruck hinterlassen“, bescheinigte die Prüferin.

Die Mitarbeiterin der Kreisverwaltung führte weiter aus: „Die Aktenführung ist in allen Bereichen sicher, sorgfältig und nachvollziehbar.“ Die Pinneberger Abteilung hat sogar Vorbildfunktion in punkto Kompetenz: „Die Kontinuität der Standesbeamten der Stadt Pinneberg und auch, dass sie vielfach von den anderen Standesämtern im Kreisgebiet um  Rat gefragt werden, zeigt die hohe Qualität der Leistung auf.“

Das Standesamt Pinneberg ist das einzige Standesamt mit einem Krankenhaus mit Geburtsstation. Bis auf einige wenige Hausgeburten werden sämtliche Geburten hier registriert. Im Jahr 2016 gab es 1404 Babys, die in Pinneberg „amtlich“ wurden. Etwa ein Drittel hatte zumindest einen ausländischen Elternteil – sie stammen aus vieler Herren Länder von A wie Afghanistan bis U wie Ukraine. Im Schnitt fielen 5,5 Geburten pro Arbeitstag an.

Die Aufgabe war teilweise sehr anspruchsvoll, insbesondere durch die Migrationswelle in 2016. Diverse Geburten konnten nur mit einem hohen Zeitaufwand registriert werden unter anderem wegen Verständigungsschwierigkeiten oder  Mehrfach- und Kinderehen. Viele Fälle mussten die Standesbeamten zunächst zurückstellen, um sorgfältig recherchieren zu können. Probleme wurden durch das Abstammungs- und Namensrecht aufgeworfen, die je nach Herkunftsland variieren können. Manchmal steht sogar wegen Stammes- oder Religionsabhängigkeiten nicht fest, wie sich eine Namensführung tatsächlich verhält. Später eingereichte Urkunden oder Alias-Identitäten verkomplizieren die Lage zusätzlich. Die Prüferin des Kreises Pinneberg kommentierte: „Seitens der Standesbeamten wird in vielen schwierigen und emotionalen Fällen mit viel Einfühlungsvermögen, aber auch mit akribischer Sorgfalt, ohne pingelig zu sein, gearbeitet.“

Bürgermeisterin Urte Steinberg (parteilos) freute sich über das Testat. Besonders eine Feststellung der Prüferin macht sie froh: „Hervorzuheben ist die kollegiale Teamarbeit vor Ort. Brennpunkte werden gemeinsam abgearbeitet, die gegenseitige Unterstützung ist selbstverständlich und führt so dazu, dass trotz der hohen Fallzahlen mit schwierigem Hintergrund keine Rückstände auflaufen.“ Bürgermeisterin Urte Steinberg dazu: „Für mich ist der Prüfbericht ein Beleg dafür, wie gut Verwaltung funktionieren kann, wenn alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an einem Strang ziehen. Die Leistungen des Standesamtes sind vorbildlich.“



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