Geschichte

STADT & GESCHICHTE
08.11.2021    Kategorie: Leben in Pinneberg, Stadt und Geschichte, Startseite

Gründung des Pinneberger Bündnisses „Gewaltopfer Mann“ erfolgreich


Die Pinneberger Initiative „Gewaltopfer Mann“ ist das erste regionale Netzwerk in Schleswig-Holstein, das sich mit häuslicher und sexualisierter Gewalt an Männern in Partnerschaft und Familie beschäftigt. Jetzt hat das Netzwerk den Flyer „Bleib´ kein Opfer Mann“ herausgegeben und setzt sich für eine Gewaltschutzwohnung für Männer ein.


Die Statistiken belegen, dass die Zahlen von Männern, die von häuslicher Gewalt betroffen und sich Hilfe suchen, steigen. Hinzu kommt, dass aus Scham und Angst vor Verlust des Selbstverständnisses eines starken Mannes kaum Anzeigen erstattet werden und daher eine hohe Dunkelziffer in diesem Deliktsfeld vermutet wird.


„Die Tatsache, dass auch Männer von Partnerschaftsgewalt oder Gewalt in der Familie betroffen sind, wird von der Gesellschaft weitgehend ausgeblendet,“ sagt Deborah Azzab-Robinson, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Pinneberg und Bindeglied zwischen der Initiative und der Stadt. Im Bündnis „Gewaltopfer Mann“ haben sich Menschen aus Medizin, Sozialverbänden, Kirche, Wirtschaft und Politik zusammengeschlossen.


Der niedergelassene Urologe und Vorsitzende des Netzwerkes „Urologie Schleswig-Holstein-Süd“ Dr. med. Matthias Bauermeister ist neben seinem Kompetenzbereich auch für die psychische und physische Gesundheit seiner Patienten zuständig. Als „Männerarzt“ erlebt er in seiner Praxis, dass häusliche und familiäre Gewalt zu ernsten gesundheitlichen Erkrankungen führen kann. „Deshalb ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Fachberatungsstellen wichtig und war die Motivation für unseren gemeinsamen Flyer. Dort sind die zwei wichtigsten Beratungseinrichtungen für den Kreis Pinneberg aufgeführt.“


Herr Sascha Niemann mit seinem Team vom Wendepunkt Elmshorn ist die richtige Ansprechperson für Männer, die sich in akuten Situationen von häuslicher, psychischer, verbaler oder familiärer Gewalt befinden. Im Rahmen des Projektes „Männerberatung Schleswig-Holstein“ wird der Wendepunkt in seinem Angebot unterstützt. „Das Wichtigste ist, dass Schweigen zu brechen. Gemeinsam mit dem ratsuchenden Mann entwickeln wir konkrete Schritte um die Gewaltspirale zu stoppen,“ so Niemann.


Für Gespräche im Vorfeld von körperlicher Gewalt ist das Diakonische Werk in Pinneberg zuständig. Herr Jürgen Seeba und seine Kolleg*innen stehen bereit, wenn häusliche oder familiäre Konflikte zu eskalieren drohen oder Ängste vor körperlichen Übergriffen entstehen. „Wir suchen gemeinsam nach neuen Wegen, um die bestehenden Konflikte friedlicher zu lösen“, erläutert Seeba.


Das Bündnis setzt sich auch für eine Gewaltschutzwohnung im Kreis Pinneberg ein: „Es gibt Situationen, in denen der Verbleib in der Wohnung für den Mann nicht mehr zumutbar ist. Deshalb ist eine Schutzwohnung wichtig,“ erklärt Peter Svejda vom Diakonischen Werk. Dies wird vermutlich ein längerer Prozess sein. Im nächsten Jahr planen die Initiator*innen eine öffentliche Veranstaltung zum Thema häusliche Gewalt und Männergesundheit.


Die Idee des Netzwerkes kam von Herrn Carl – Eric Pudor, CDU Politiker in der Stadt Pinneberg: „Nachdem ich die Studie über Gewalt gegen Männer vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gelesen habe, wollte ich betroffene Männer in Pinneberg unterstützen und die Beratungsangebote sichtbar machen.“


Die Flyer liegen in den Beratungsstellen, Arztpraxen und im Rathaus der Stadt Pinneberg aus. Auf der Homepage der Gleichstellungsbeauftragten kann er digital aufgerufen werden.

Deborah Azzab-Robinson
Gleichstellungsbeauftragte Stadt Pinneberg



Stadt Pinneberg
Bismarckstraße 8
25421 Pinneberg

Tel: 04101 / 211-0
Infopostfach

Störungen Straßenbeleuchtung:
Tel: 04944 / 301 117

Öffnungszeiten Stadtverwaltung
Mo, Di und Do: 8.30-13 Uhr
Di auch 14.30-18 Uhrscattoilet.netscat-japan.comscat-video.orgkinky-fetish.net

Einlass bis auf Weiteres nur nach vorheriger Terminvereinbarung Online oder per Telefon oder E-Mail mit der zuständigen Sachbearbeitung.

Öffnungszeiten Bürgerbüro
Mo 7.30-13 Uhr
Di  8.30-13 Uhr + 14.30-18 Uhr
Mittwoch geschlossen
Do 7.30-13 Uhr + 14.30-17.30 Uhr
Fr  7.30-13 Uhr