Pinneberg bewirbt sich als Standort für das neue Großklinikum

Die Stadt Pinneberg will Standort für das neue Klinikum werden. Im Gespräch als Standort sind der Ossenpadd und das Rehmenfeld. Mit welchen Flächen – beide oder nur eine – die Stadt ins Rennen gehen wird, entscheidet die Ratsversammlung am 6. Oktober 2022.

Es ist vermutlich die wichtigste Entscheidung der nächsten Jahrzehnte: Wird die Kreisstadt Pinneberg neuer Standort für das geplante Großklinikum der Regio Kliniken – und wenn ja, mit welchen Flächen?
Die Stadtverwaltung hat nach intensiven Vorbesprechungen mit der Politik und Vorplanungen jetzt eine entsprechende Beschlussvorlage für die beschlussfassenden Gremien vorbereitet. In der Vorlage, die am 27. September 2022 in den Ausschüssen Stadtentwicklung und Umwelt, Naturschutz und Kleingartenwesen beraten wird, sind drei Beschlussmöglichkeiten enthalten:

  1. Die Stadt bewirbt sich mit den Flächen Ossenpadd UND Rehmenfeld

ODER

  1. Die Stadt bewirbt sich nur mit dem Ossenpadd.

ODER

  1. Die Stadt bewirbt sich nur mit dem Rehmenfeld.

 

„Beide Flächen sind hervorragend als Standort für den neuen sogenannten Gesundheitscampus, den die Regio Kliniken errichten wollen, geeignet“, sagt Bürgermeisterin Urte Steinberg. „Pinneberg bietet mehr als ausreichend Platz für ein Großklinikum mit mehr als 700 Betten und ca. 2400 Mitarbeitern. Unsere Lage im Kreis, unsere räumlichen Möglichkeiten und unsere verkehrliche Anbindung sind hervorragend. Außerdem leben zwei Drittel der Bevölkerung im Süden des Kreises Pinneberg.“

Entscheidend für den neuen Klinikstandort sind u. a. fünf Hauptkriterien – intern als sogenannte K.o.-Kriterien bezeichnet – die die Regio Kliniken zur Bedingung gemacht haben:

  1. Grundstücksgröße: Die angebotene Fläche muss mindestens 90.000 qm – davon 55.000 im rechteckigen Zuschnitt – umfassen.
  2. Grundstücksverfügbarkeit: Die Fläche muss im Eigentum der Kommune sein oder die Eigentümer müssen zum Verkauf bereit sein.
  3. Verkehrliche Erschließung: Die nächste Autobahnabfahrt und die nächste Bahnstation dürfen nicht weiter als drei Kilometer entfernt sein.
  4. Mindestentfernung zum nächsten Klinikstandort: Das nächste Klinikum muss mindestens sieben Kilometer entfernt sein.
  5. Erweiterbarkeit: Die Fläche muss (z. B. für andere Dienstleistungen) erweiterbar sein.
     

Der Ossenpadd und das Rehmenfeld erfüllen beide bedenkenlos alle fünf Kriterien und haben beide sogar jeweils weitere eigene Standortvorteile“, sagt Anja Epper, Fachbereichsleiterin Stadtentwicklung, deren Fachbereich die Klinikbewerbung maßgeblich unter Federführung der Bürgermeisterin von langer Hand vorbereitet hat.

Der Ossenpadd besticht sofort durch seine sehr gute Anbindung an Autobahn und Straßennetz und seine verkehrliche Autonomie.

Das Rehmenfeld ist besticht durch seine problemlose Erweiterbarkeit, die Nähe zu beiden Bahnhöfen und eine gute Integration in die Stadt als Einkaufsort mit Naherholungsmöglichkeiten.

Bei beiden Grundstücken werden weitere verkehrliche Anbindungen geprüft.

Deadline für die Bewerbung der Stadt Pinneberg als Klinikstandort ist der 16. Oktober 2022.

Die Entscheidung der Regio Kliniken über eine engere Auswahl möglicher Standorte fällt am 24. November 2022.

In einem zweiten Schritt (sog. zweistufiges Verfahren) werden die Bewerberstädte über die engere Auswahl informiert und um weitere Unterlagen gebeten.

Im Frühjahr 2023 soll dann endgültig über den neuen Standort entschieden werden.